In letzter Zeit hab ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt.

Aber von vorn:

Trainingserfolge fallen nicht vom Himmel – ich brauche also einen Plan. Der hilft aber nicht, wenn ich ihn nur nach Lust und Laune befolge.
Für Fortschritte braucht es eben auch Struktur und Disziplin.

Das klingt für viele nach wenig Spaß – und an manchen Tagen denk ich ähnlich.
Dann hab ich schlecht geschlafen, Muskelkater des Todes oder einfach mal nur wenig Lust. Trotzdem fühlt sich die Dusche nachm Training an genau diesen Tagen noch ein wenig besser an als sonst. Das ist also nicht das Problem.

In der Vergangenheit hab ich es mit der Struktur aber auf die Spitze getrieben.

Irgendwann hat sich mein Training immer mehr wie Pflicht angefühlt. Es hat mir nach wie vor Spaß gemacht, aber mich haben Einladungen oder spontane Pläne extrem gestresst, weil ich ja eine meiner 6-7 Trainingseinheiten pro Woche verpassen oder durch ein Verschieben alles durcheinander bringen würde.

Seitdem ich Papa bin, hab ich mein Pensum auf durchschnittlich 4 Trainingstage pro Woche reduziert. Das lässt mehr Spielraum für Spontaneität und hat auch den Druck reduziert, den ich mir meines Trainings wegen gemacht habe.

Trotzdem hab ich in letzter Zeit immer stärker das Gefühl gehabt, dass mir was fehlt. Deswegen hab ich mir Zeit genommen, mal wieder in mich hineinzuhören, was mir wirklich wichtig ist und was ich vielleicht vernachlässigt habe.

Die Erkenntnis:

Mir fehlt ein Gegengewicht zu meiner Struktur, zu meinen wiederkehrenden Routinen und zu meinem Alltag.

Denn so sehr ich auch Struktur und Routine liebe und brauche, kann ein Übermaß auch irgendwann erdrücken.
Schließlich beschränken sich Struktur und Routine ja nicht nur aufs Training, sondern finden sich auch im Familienalltag und im Beruf zuhauf wieder.

Mir fehlen hin und wieder die Abwechslung und die Spontaneität, für die in meinem Alltag zwar Raum wäre, für die ich aber oft scheinbar zu bequem bin oder noch zu sehr in alten Mustern denke.

Das Problem ist bloß, dass mich diese Bequemlichkeit nicht glücklich macht, weil sie mich davon abhält, mehr zu sehen, zu tun und zu (er-)leben.

Die Lösung

Deswegen hab ich es mir zum Ziel gemacht, mehr Mikroabenteuer in mein Leben einzubauen, statt allein den großen Urlaub für einen Tapetenwechsel zu nutzen. Mit der Familie, mit Kumpels oder auch mal allein.

Denn ich bleib dabei: Das Leben findet nicht nur im Power Rack statt.
Jetzt muss ich diese Erkenntnis nur noch mehr im Alltag berücksichtigen.

Meine Ideen, wie das für mich in diesem Jahr aussehen soll/kann, pack ich in einen anderen Beitrag.
Das steigert die Verbindlichkeit, auch wirklich was davon umzusetzen, statt nur drüber zu reden 😉

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